Live Webinar

Im Webinar werden die verschiedenen Aspekte der klinischen Schluckuntersuchung (KSU) anhand von Fallbeispielen erläutert und der Weg von der Diagnostik bis zur Entscheidungsfindung beschrieben. Dabei soll deutlich werden, dass die Entscheidungen per os oder non per os nicht allein anhand eines Wasserschlucks getroffen werden, sondern dass medizinische, soziale und ethische Faktoren eine große Rolle spielen und die Entscheidung immer eine interdisziplinäre ist.

59,00€ (netto)

Art

Live Onlinekurs

Dauer

135 Minuten

Kategorie

Logopädie

Geld-zurück-Garantie

100% Zufriedenheit

Überblick

Seminarbeschreibung: 

Die Entscheidung, eine Patientin oder einen Patienten mit Schluckstörungen essen und trinken zu lassen, basiert auf einem Prozess, der durch die Schluckdiagnostik der Logopädie angeführt wird. Hinzu kommen die medizinischen Aspekte, die Patientenwünsche und die seines Umfelds sowie die Prognose. Diese Faktoren werden zusammengetragen, um eine auf die Patientin oder den Patienten individuell abgestimmte Entscheidung im interdisziplinären Team zu treffen. Die logopädische Diagnostik besteht aus der klinischen Schluckuntersuchung (KSU) einerseits und bei entsprechender Indikation einer instrumentellen Schluckuntersuchung (FEES/VFSS) andererseits. Die KSU ist für alle weiteren Schritte maßgeblich: Obwohl sie nicht standardisiert ist, sind die einzelnen Elemente festgelegt: Befunde, Anamnese und Schluckanamnese, Hirnnervenprüfung und Schluckfunktionsprüfung. Hinzu kommen soziale, kulturelle und ethische Aspekte ebenso wie die aktuelle Situation, in der sich der oder die Patientin befindet.

Die Logopädie trägt mit ihrer Expertise die wesentlichen medizinischen und funktionellen Faktoren und Parameter zusammen, die letztendlich zu einer Hypothese und damit zu einer Empfehlung führen. Die Pflege unterstützt und beobachtet, während die Ärzte die Therapie bestimmen und die Gespräche mit den Zugehörigen führen.

Im Webinar werden die verschiedenen Aspekte der KSU anhand von Fallbeispielen erläutert und der Weg von der Diagnostik bis zur Entscheidungsfindung beschrieben. Dabei soll deutlich werden, dass die Entscheidungen per os oder non per os nicht allein anhand eines Wasserschlucks getroffen werden, sondern dass medizinische, soziale und ethische Faktoren eine große Rolle spielen und die Entscheidung immer eine interdisziplinäre ist.

Seminarinhalte:

  • Die klinische Schluckuntersuchung mit ihren einzelnen Aspekten
  • Fallbeispiele aus verschiedenen Kliniken
  • Entscheidungsprozesse

Lernziele:

  • Empfehlungen zur Oralisierung oder Nicht-Oralisierung nachvollziehen können
  • Die Variabilität der Ursachen einer Schluckstörung kennenlernen
  • Entscheidungsprozesse erkennen und nachvollziehen können

Zeitliche Struktur: 
135 Minuten

Termin:
13.06.24 18:15 Uhr – 20:30 Uhr

Den Link zum Zoom Raum bekommen Sie automatisch per Mail

Über Katrin Eibl:

Klinische Linguistin (BKL), FEES Ausbilderin (DGN, ESSD), TKM Ausbilderin (DGD).

Seit über 20 Jahren Behandlung von Erwachsenen im Akuthaus, Rehabilitation und Ambulanz. Schwerpunkte sind: Klinische und instrumentelle Diagnostik und Therapie der neurologischen Störungsbilder Aphasie, Dysarthrie und Dysphagie bei Schlaganfall, neurologischen Erkrankungen, intensivmedizinischen und geriatrischen Patient*innen. Durchführung von FEES. Trachealkanülenmanagement und Treatment im Intensiv-, Weaning- und HNO-Bereich. Diagnostik unklarer Schluckstörungen, Zusammenarbeit im interdisziplinären Team. Lehr- und Vortragstätigkeit. Verschiedene Publikationen im Bereich Sprachtherapie.

Publikationen:

  • Eibl K. Arbeitsbuch Dysarthrie. Materialien für die Sprachtherapie und für Zuhause. München: Elsevier, 2023
  • Eibl K. „Kritisch kranke PatientInnen. Besondere Herausforderungen für die Sprachtherapeutin auf der Intensivstation. Forum Logopädie 2022; 36(4):10-15.
  • Eibl K. “A long way to go? The role of Speech and Language Therapists (SLTs) in a multidisciplinary team in an intensive care unit (ICU)”. Aphasie und verwandte Gebiete 2022:1; 20-30
  • Eibl K. Nebeneinander oder Miteinander? Zusammenarbeit von Logopädie und Pflege am Beispiel Stroke Unit. Forum:logopädie 2021; 35(1):6‑11.
  • Eibl K. Post‑Extubations‑ Symptomatik, Diagnostik, Management. Logos interdisziplinär 2020 28 (4): 2265‑275.
  • Eibl K, Edinger D, Zott K, Seidinger K. Frührehabilitation beginnt auf der Intensivstation. Logos interdisziplinär 2020; 28 (2);93‑101.
  • Eibl K. „Demenzsensible Sprachtherapie“ in Akuthaus und Rehabilitation.
  • Handlungsauftrag für SprachtherapeutInnen/LogopädInnen. forum:logopädie 2020; 34 (2):12‑16.
  • Eibl K. Sprachtherapie in Neurologie, Geriatrie und Akutrehabilitation. München: Elsevier, 2019.
  • Eibl K (Hrsg.). Fallbuch Sprachtherapie: Neurologie, Geriatrie, Akutrehabilitation. München: Elsevier, 2019.
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